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Zecken durchlaufen nacheinander die vier Entwicklungsstadien Ei - Larve - Nymphe - erwachsene Zecke (Adult). Alle drei frei lebenden Stadien benötigen Blutmahlzeiten zur Weiterentwicklung. Die gesamte Entwicklung der Zecke dauert 2 - 3 Jahre, bei ungünstigen Bedingungen bis zu 5 Jahre. Dabei erweisen sich Zecken als regelrechte Hungerkünstler, die auch ein paar Jahre ohne Blutmahlzeit auskommen können.

Besonders gefährlich für Mensch und Tier sind hierbei acht Vertreter der Schildzecken-Gruppe: Sie werden im Laufe ihrer Entwicklung zu den entscheidenden Überträgern der Infektionskrankheiten Borreliose und FSME. Dazu gehört auch „Ixodes ricinus“, der sogenannte „gemeine Holzbock“ – die wichtigste und am meisten verbreitete Zeckenart in Europa.

Der gemeine Holzbock saugt im Laufe seines Lebens an über 100 verschiedenen Arten von Säugetieren, Reptilien und Vögeln. Auch der Mensch ist eine willkommene Nahrungsquelle.
Nach dem Schlüpfen aus dem Ei ist die Larve nur knapp einen halben Millimeter groß. Nach der ersten Blutmahlzeit häutet sie sich zur etwa 1 mm großen Nymphe. Aus dieser geht nach einer weiteren Blutmahlzeit die erwachsene Zecke hervor. In der Regel befallen die aufeinander folgenden Entwicklungsstadien Wirte zunehmender Größe: Larven finden sich vorrangig auf Kleinsäugern wie Mäusen, Nymphen saugen an Igeln und Eichhörnchen. Die adulten Zecken sind eher an Rehen und Hirschen zu finden.

Der Lebenszyklus der Zecke ist für den Menschen jedoch problematisch: Viele der Wirtstiere haben gefährliche Erreger, wie den FSME-Virus, in ihrem Blut. Diese werden von den Zecken beim Blutsaugen aufgenommen und über den Speichel auf den nächsten Wirt übertragen.

Ein Stich genügt, um mit Krankheitserregern infiziert zu werden.